Mit diesem Bild möchte ich nicht einfach nur etwas zeigen, sondern ein Bewusstsein schaffen, das über den ersten Blick hinausgeht und den Mut hat, hinter die glänzende Oberfläche zu schauen,
die uns in den sozialen Medien so oft begegnet. Allzu leicht lassen wir uns von schönen, harmonischen Gesamtbildern einfangen, von strahlenden Menschen, von Momenten, die perfekt wirken – und
übersehen dabei das Wesentliche.
Wenn ihr wirklich hinseht, dann richtet euren Blick nicht auf das, was laut und offensichtlich ist, sondern auf das, was leise schreit: auf die Augen der Pferde, auf die feinen Spannungen
rund um ihre Nüstern, auf die kleinsten Veränderungen in der Stellung ihrer Ohren, denn genau dort liegt ihre Wahrheit. Dort zeigt sich, wie es ihnen wirklich geht, unabhängig davon, wie
stimmig oder ästhetisch das gesamte Bild erscheinen mag.
Es braucht Aufmerksamkeit und Ehrlichkeit, um diese leisen Signale wahrzunehmen, und noch mehr Mut, sie ernst zu nehmen, besonders dann, wenn sie nicht zu dem passen, was wir gerne sehen oder
zeigen möchten. Doch genau an diesem Punkt beginnt Verantwortung – die Verantwortung, Pferde nicht nur als Teil eines schönen Bildes zu betrachten, sondern als fühlende Wesen, deren Stimme
vielleicht still ist, aber dennoch gehört werden will.
Gebt den Pferden ihr Mitspracherecht zurück, nicht als gut gemeinten Gedanken, sondern als echte innere Haltung, die sich in jedem Moment eurer Begegnung widerspiegelt, in eurer
Aufmerksamkeit, in euren Entscheidungen und in eurer Bereitschaft, auch unbequeme Wahrheiten anzunehmen.
Und trefft eure Entscheidungen, im Sinne der Pferde!

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