Heute war es endlich soweit: Mit Staffel 7, inzwischen im 6. Modul, sind wir auf dem Sonnenhof in unsere diesjährige Kurssaison gestartet – und schon in den ersten Stunden dieses Tages war sie wieder ganz deutlich spürbar, diese tiefe, ehrliche Freude, die mich jedes Mal durchströmt, wenn ich Menschen und ihre Pferde begleiten darf.
Es ist so viel mehr als nur Unterricht. Es ist ein gemeinsames Unterwegssein. Ein Raum, in dem Entwicklung stattfinden darf, ohne Druck, ohne Erwartungen im klassischen Sinne, sondern getragen von der Bereitschaft, wirklich hinzuschauen. Zu sehen, wie Menschen sich auf diesen Weg einlassen, wie sie beginnen, ihr Pferd nicht nur zu „handhaben“, sondern es wirklich zu verstehen, berührt mich jedes Mal aufs Neue. Da entsteht Schritt für Schritt ein anderes Bewusstsein – eines, das nicht an der Oberfläche stehen bleibt, sondern tiefer geht und Fragen stellt, wo früher vielleicht vorschnelle Antworten waren.
Was „Im Sinne des Pferdes“ für mich so besonders macht, zeigt sich genau in diesen Momenten. Es geht nicht um eine Methode, die man einfach anwendet, und auch nicht darum, ein bestimmtes Ziel möglichst schnell zu erreichen. Vielmehr geht es darum, die eigene Wahrnehmung zu schärfen, Zusammenhänge zu erkennen und Verantwortung zu übernehmen – für das eigene Handeln, für die eigene Klarheit und für die Qualität der Beziehung. Denn genau dort entsteht Veränderung: nicht durch Technik, sondern durch Verständnis.
Wir schauen nicht nur auf das Verhalten des Pferdes, sondern immer auch auf das, was dahinterliegt – und genauso auf das, was wir selbst mitbringen. Gedanken, Gefühle, Unsicherheiten, innere Bilder… all das fließt mit ein und wird sichtbar, oft ganz leise und doch so deutlich. Und wenn dieser Prozess beginnt, verändert sich etwas Grundlegendes: Aus einem „Problem“ wird ein Dialog, aus Reaktion entsteht echtes Miteinander.
Besonders schön war heute zu sehen, wie viel sich bereits entwickelt hat. Da ist schon so viel mehr Feingefühl, so viel mehr Bewusstsein für die kleinen Signale, für die Zwischentöne. Die Pferde reagieren darauf unmittelbar – sie werden weicher, klarer, interessierter, beginnen sich zuzuwenden, weil sie sich gesehen und verstanden fühlen. Und genau daraus entsteht das, was wir uns alle wünschen: eine Partnerschaft, die trägt.
Auch die Gemeinschaft, die sich hier entwickelt, ist etwas ganz Besonderes. Es wächst nicht nur Wissen, sondern Vertrauen – untereinander und in sich selbst. Menschen, die sich gegenseitig unterstützen, die ehrlich hinschauen, die bereit sind, auch eigene Themen zu reflektieren, und Pferde, die in diesem Prozess mehr und mehr zu gelassenen, präsenten Freizeitpartnern werden, die gerne mit ihrem Menschen zusammen sind.
Ich bin zutiefst dankbar, diesen Weg begleiten zu dürfen und zu sehen, was hier alles entstehen darf.
Und vielleicht spürst du beim Lesen, dass genau das auch dein Weg sein könnte: In der nächsten Staffel, die im Mai beginnt, ist noch ein letzter Platz frei – für alle, die sich kurzfristig entscheiden und bereit sind, wirklich hinzuschauen und etwas zu verändern, im Sinne ihres Pferdes.

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